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FC Aarberg
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2. Liga

Aarberg rettet einen Punkt in der Nachspielzeit

Nach zwei unterschiedlichen Halbzeiten teilen sich der FC Besa und der FC Aarberg die Punkte erneut. Beide Teams störten den gegnerischen Spielaufbau früh, wodurch kaum Spielfluss aufkam. Der ungleichmässig wehende Wind und der Regen trugen das ihre zu einem schwierigen aber abwechslungsreichen Spiel bei. Nachdem die Gäste aus Aarberg in Führung gegangen waren, sah Besa ab der 59. Minute und dem 2:1 wie der sichere Sieger aus. Doch Aarberg drehte in der Schlussphase nochmals auf und glich in der Nachspielzeit mit einem umstrittenen Treffer aus.

Aebischer Marco

Die Startformation der Gäste wies gewohnterweise nur wenige Änderungen im Vergleich zur Vorwoche auf. Für den gesperrten Läderach spielte Michel Arm in der Innenverteidigung. Im Sturm wurde die vorderste Position diesmal von Fabian Blaser besetzt. Robert Velkov nahm zuerst auf der Bank Platz. Beide Mannschaften schienen sich offenbar gut beobachtet zu haben und versuchten jeweils, die gegnerischen Aufbaubemühungen früh zu stören. Dabei wurde das Heimteam durch den Rückenwind unterstützt. Nach der nervösen Startphase war es aber der FC Aarberg, welcher die Spielkontrolle übernahm. Mit guten Vorstössen über die Seite konnte die gegnerische Hintermannschaft überspielt werden. Nach einer Viertelstunde vergaben Jenni und Schleiffer aussichtsreiche Möglichkeiten zur Führung. Beim Heimteam gerieten die gefürchteten Diagonalpässe meist zu lang, weshalb es in der ersten Halbzeit kaum zu Abschlüssen aus gefährlichen Positionen kam. In der 17. Minute stand die Hintermannschaft von Besa zu hoch, was Michel Arm mit einem gekonnten langen Pass auf Schleiffer ausnutzte. Dieser nahm den Ball perfekt in den Lauf mit, überwand auch den gegnerischen Torhüter und erzielte das verdiente 1:0 für den FC Aarberg. In der 29. Minute kam Besa zum überraschenden Ausgleich. Nach einem missglückten Abschlag von Känel reagierten seine Mitspieler zu wenig resolut. Sie liessen Besa von der rechten auf die linke Seite durchkombinieren, wo Persichini aus 18 Metern zu Abschluss kam und den Ball in der linken unteren Ecke versenkte. Aarberg liess sich dadurch nicht beirren und zeigte weiterhin hoffnungsvolle Ansätze. In der 35. Minute kam Blaser alleine vor dem gegnerischen Torhüter an den Ball, scheiterte mit seinem Abschluss aber am Schlussmann. So gingen die Teams mit einem Unentschieden in die Pause.

Nach dem Pausentee kam Besa entschlossener aus der Kabine. Sie besetzten die Räume im Zentrum nun besser und Aarberg blieb immer wieder im Spielaufbau hängen. Zur ersten guten Möglichkeit kam Besa aber nach einem Aarberger Corner. Ein Ballverlust an der gegnerischen Strafraumgrenze leitete den Konter von Besa ein. Mit einer Überzahl an Spielern stürmte der Gastgeber auf das Tor zu und scheiterte am Ende ganz knapp mit einem abgelenkten Schuss, der um Millimeter am Pfosten vorbeiflog. Auch danach konnte sich Aarberg nur schlecht vom Druck von Besa befreien. Mehrmals konnten sie die Besa-Spieler aber im letzten Moment am Abschluss hindern. In der 59. Minute gelang dies zwar auch, doch der abgeblockte Ball landete wieder bei Persichini, der erneut aus der Distanz abzog. Dieser Schuss hatte eine derart spezielle Flugbahn, dass dem Aarberger Torhüter keine Abwehrchance mehr blieb. Besa führte nun also und kontrollierte das Spiel. Die Aarberger begannen mit sich und dem Schicksal zu hadern. Aufgeben wollten sie aber noch nicht. In den letzten 10 Minuten schien sich das Spielgeschehen wieder zu drehen. Besa konzentrierte sich nur noch auf das Verteidigen des Vorsprungs und Aarberg riskierte nun mehr. Da aber Walther in der 82. Minute bei seinem Abschluss nicht erfolgreich war, musste der FCA-Coach reagieren und mit Hofer einen dritten Stürmer bringen. Schon früher hatte er im Mittelfeld mit Velkov die Offensive verstärkt. Für die letzten 7 Minuten hiess es also alles oder nichts. Dies bedeutete natürlich, dass Besa viel Platz zum Kontern vorfand. Diese Chancen konnten sie aber nicht nutzen. Auf der anderen Seite kam Schleiffer in der 87. Minute nochmals aus bester Position zum Abschluss, sah seinen Schuss aber pariert. Es lief schon die 93. Minute, als Walther auf der linken Seite nochmals durch einen Kopfball von Blaser lanciert werden konnte und vor dem Goalie auftauchte. Der Winkel war ungünstig, so dass die Lücke nicht sehr gross war. Sein Schuss wurde vom Goalie dann auch abgewehrt. Der Ball sprang trotzdem in Richtung des Tores, wo ein Abwehrspieler in höchster Not befreite. Der Linienrichter zeigte aber sofort an, dass diese Befreiung zu spät kam. Das Tor zählte somit und bescherte den Gästen einen moralisch wichtigen Punkt. Da Schönbühl und Aurore ihre Spiele verloren, wuchs der Abstand auf den Strich nun auf 11 Punkte an. Da Aarberg deutlich weniger Strafpunkte als die direkten Konkurrenten aufweist, fehlt nur noch 1 Punkt zum definitiven Ligaerhalt. Diesen möchte man im kommenden Heimspiel gegen das kriselnde Spitzenteam von Azzurri endgültig sichern.

Telegramm

FC Besa Biel/Bienne - FC Aarberg 2:2 (1:1)
Längfeld 2 Biel, 100 Zuschauer
SR Matoshi, Inäbnit, Leuenberger

Tore
17. 0:1 Schleiffer (Arm)
29. 1:1
59. 2:1
93. 2:2 Walther (Blaser)

FC Aarberg
Känel; Möri (84. Hemund), S. Heimberg, Arm (82. Hofer), Marti (61. Velkov); Walther, Jenni (74. Köhli), Wijler, Aebischer; Blaser, Schleiffer

Bemerkungen
Aarberg ohne Läderach, Käser, Schwab, Ambord, J. Heimberg, Spasov
Gelbe Karte: 47. FC Besa (Reklamieren)
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Datum: 25.08.2019